Anderkonto

Wird von den Parteien eines notariellen Kaufvertrages vereinbart, daß der Notar den Kaufpreis vom Käufer oder dessen Kreditgebern treuhänderisch entgegennehmen und nur nach Vorliegen bestimmter Voraussetzungen an den Verkäufer und/oder dessen im Grundbuch eingetragene Gläubiger auszahlen soll, dann richtet der Notar dafür ein sogenanntes Notar-Anderkonto ein.

Einen solchen Verwahrungsantrag darf der Notar allerdings nur annehmen, wenn das „dem Sicherungsinteresse aller am Verwahrungsgeschäft beteiligten Personen genügt“ (§ 54 a Abs. 2 und 3 BeurkG). Der Notar muß also die ihm angetragene Verwahrung und Abwicklung über Notar-Anderkonto wegen der dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten ablehnen, wenn sie rechtlich unnötig ist und durch die Hinterlegung keine zusätzliche Sicherheit für die Beteiligten begründet wird. Nimmt der Notar den Antrag aber an, so tut er dies als Träger eines öffentlichen Amtes und haftet dann auch für die ordnungsgemäße Abwicklung.

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