Besitz

Dieser Rechtsbegriff beschreibt einen rein tatsächlichen Zustand. Nach § 854 Abs. 1 BGB wird der Besitz einer Sache „durch die Erlangung der tatsächlichen Gewalt über die Sache erworben.“ Umgekehrt wird der Besitz dadurch beendigt, „daß der Besitzer die tatsächliche Gewalt über die Sache aufgibt oder in anderer Weise verliert.“ (§ 856 BGB). Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Besitz und Eigentum nicht selten verwechselt; oft ist die Frage nach dem Besitzer in Wirklichkeit die Frage nach dem Eigentümer einer Sache. Die Einzelheiten zum Besitz und den damit verbundenen Rechten an einer Sache sind im §§ 854 ff. BGB geregelt.

Von praktischer Bedeutung ist in Immobilienverträgen in erster Linie die Frage des Besitzübergangs vom Verkäufer auf den Käufer, also die Frage, bis wann der Verkäufer und ab wann der Käufer das Recht zum Besitz und die Rechte und Pflichten aus dem Besitz hat. Das BGB kennt auch den „Mitbesitz“ (§ 866 BGB) und den „mittelbaren Besitz“ (§ 869 BGB).

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