Briefgrundschuld, Briefhypothek

Werden Grundschulden oder Hypotheken im Grundbuch nicht mit dem Vermerk „brieflos“ oder „ohne Brief“ eingetragen, handelt es sich jeweils um Briefgrundschulden oder um Briefhypotheken. Die Besonderheit ist, daß für diese Grundschulden oder Hypotheken ein sogenannter Grundschuldbrief bzw. Hypothekenbrief ausgestellt ist, der alle Angaben über den Inhalt der jeweiligen Grundschuld bzw. Hypothek enthält, also sowohl die Angabe darüber, welches Grundstück belastet ist, als auch darüber, mit welchem Betrag und für welchen Gläubiger die jeweilige Grundschuld oder Hypothek eingetragen ist, einschließlich Zinsen und eventueller Nebenkosten (§§ 1116, 1192 BGB). In diesen Fällen benötigt das Grundbuchamt für die Löschung dieser Rechte neben der Löschungsbewilligung des Gläubigers auf jeden Fall immer auch jeweils den entsprechenden Grundschuld- bzw. Hypothekenbrief. Ohne diese Dokumente kann eine Löschung nicht erfolgen. Der Grund dafür ist, daß die Abtretung der Briefgrundschuld bzw. der Briefhypothek auch durch Übergabe des Briefes an den Abtretungsempfänger möglich ist, ohne daß dies im Grundbuch entsprechend verzeichnet wird. Ist der jeweilige Brief verlorengegangen, ist ein Aufgebotsverfahren erforderlich.

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