Das schwarze Schaf

Der Makler und die “Schwarzen Schafe“
Gewarnt sei vor Maklern, die einen überhöhten Kaufpreis in Aussicht stellen, um erst einmal einen Vermittlungsauftrag vom Verkäufer zu erhalten. Für diesen stellt sich im ersten Moment ein Glücksgefühl ein, ebenso wie beim Makler, der sich endlich einen neuen Auftrag ergattert hat. Das Glücksgefühl weicht beim Verkäufer allerdings im Laufe von Wochen und Monaten zur schmerzlichen Erkenntnis, dass auf diese Weise der Verkauf nicht erfolgen kann. Üblicherweise versuchen solche Vermittler nach einiger Zeit in einer Art Salamitaktik den zu hohen Verkaufspreis auf einen marktgerechten Verkaufspreis zu drücken. Einschlägige Vermittler sprechen zu weilen dann auch von „Kunden abkochen“.

Das unprofessionelle Verhalten eines privaten Verkäufers wird nachgeahmt, mit der Absicht den Eindruck zu erwecken, genau das zu tun, was der Verkäufer erwartet. Da ist es besser Sie vertrauen einem seriösen Makler, der mit Ihnen ausführlich und vielleicht auch kontrovers, über den erzielbaren Kaufpreis spricht, Ihnen davon abrät mit einem viel zu hohen Preis ins Rennen zu gehen und daran zu lange festhält. In vielen Fällen wird am Ende sogar viel weniger, als der Markt bei einem marktgerechten Preis hergegeben hätte.

Am aktivsten sind viele Makler dann, wenn es um die Gewinnung eines neuen Makler-Auftrages geht. Nehmen wir den Fall, dass Sie klare, wenn auch unrealistisch hohe, Preisvorstellungen von Ihrem Objekt haben. Sie treten mit den beiden renommierten Maklern A und B in Verhandlung, um daraus den für die Vermarktung Ihres Objektes geeigneten Makler auszuwählen. Makler A bestärkt Sie in der Verwirklichung Ihres Traumes oder besser Ihrer Illusion. Mit dem Hinweis auf seine Datei solventer Kunden, die den Kaufpreis bezahlen würden, steigert der Makler A in Ihren Augen noch seine Kompetenz. Makler B hingegen versucht mit dem Hinweis auf die tatsächliche Lage am Immobilienmarkt, Ihre Preiserwartungen zu dämpfen.

Der optimistische Makler A dürfte wohl die besseren Auftragschancen bei Ihnen haben. Endlich haben Sie es nicht mit einem Miesmacher zu tun. Optimismus steckt an, Sie wähnen Ihre Immobilie schon so gut wie verkauft, ein gutes Gefühl. Von der Desillusionierung zum finanziellen Verlust

Wenn es auch dem Makler A gelungen ist, sich dem Käufer gegenüber als guter Akquisiteur seiner Maklerdienste darzustellen, so heißt das nicht, dass er genauso erfolgreich in der Vermarktung Ihrer Immobilie ist. Die Eigenschaften, dem Verkäufer als Auftraggeber nach dem Munde zu reden und die mühsame, systematische, ideenreiche, erfolgreiche Vermittlung eines Objektes, finden Sie selten in beim Maklertyp A.

Argwohn: Wenn Sie sich mit der Unterzeichnung des Alleinauftrags an den Makler binden, ist ein Zurück erst nach Verstreichen längerer Fristen möglich. Irgendwann finden Sie heraus, dass Makler A, an den Sie sich vertraglich “gekettet” haben, nicht die Marktgegebenheiten im Sinne der abgegebenen Verheißungen entsprechend ändern kann. Scheibchenweise werden Sie gedrängt, den Kaufpreis zu senken. Leider sind auch die ursprünglich in Aussicht gestellten potenziellen Käufer aus der Kundendatei abgesprungen, zur Zeit bestehe leider ein Käufermarkt usw.usw..

Alle vagen Bedenken zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe, die Sie insgeheim hatten, bestätigen sich jetzt. Auch der Makler selbst hat mit der Zeit die Lust an der Vermarktung verloren. Zeitaufwand und Werbung beschränken sich beim Makler auf das Nötigste; er will nicht mehr groß investieren.

Vielleicht nach einem halben, vielleicht nach einem Jahr können Sie sich von Ihrem in Ihrer Wahrnehmung an Glanz verlierenden Makler trennen und bei Ihrer weiteren Vermarktung aus Ihren Erfahrungen lernen. Nur Ihre Immobilie ist vielleicht noch immer nicht verkauft, zumindest nicht zu den versprochenen Konditionen. Die bisher für Sie angefallenen Aufwendungen, entfallenen Zinsen, Kosten für Leerstand usw. haben Sie selbst mit verursacht: Wunsch und Wirklichkeit deckten sich nicht, und Sie wollten es nicht wahrhaben.

 


 

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Die schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge.

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