Grundschuld

Das klassische Grundpfandrecht ist die Grundschuld. Eingetragen in die Dritte Abteilung des Grundbuchs dokumentiert sie ein abstraktes Pfandrecht ihres Inhabers an dem mit ihr belasteten Grundbesitz.

Für welchen Zweck die Grundschuld als Sicherungsmittel dient, ergibt sich nicht aus ihr selbst, sondern aus der sogenannten Zweckerklärung, die zwischen dem Inhaber der Grundschuld und dem Grundstückseigentümer vereinbart wird. Dient die Grundschuld also z. B. gemäß der für sie vereinbarten Zweckerklärung nur der Sicherung eines bestimmten Darlehens, so kann der Grundschuldgläubiger sie nicht zugleich auch als Sicherheit für einen daneben etwa noch laufenden Kontokorrentkredit verwenden. Hierzu bedürfte es erst einer entsprechenden Erweiterung des Sicherungszwecks in der Zweckerklärung.

Die Grundschuld wird – ebenso wie die Hypothek – mit ihrer Höhe (dem Grundschuldbetrag) und den vereinbarten Zinsen einschließlich der Festlegung des Zinsbeginns in die Dritte Abteilung des Grundbuchs eingetragen, wodurch sie auch erst rechtlich entsteht.

Von wirtschaftlicher Bedeutung ist ihr Rang, da im Falle der Verwertung (Zwangsversteigerung, Zwangsverwaltung) die eingetragenen Belastungen in der Reihenfolge ihres Ranges aus dem Erlös bedient werden.

Möglich und zulässig ist auch die Eigentümergrundschuld, die dem Grundstücks- (Erbbaurechts-) Eigentümer selbst zusteht und zumeist als Briefgrundschuld eingetragen wird.

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